Sind Depressionen, Süchte und Alzheimer heilbar?

Und wenn ja, interessiert das eigentlich jemanden?

Ich habe schon vor einiger Zeit von einem Buch geschrieben („Das bessere Gehirn „, Brant Cortright, Scorpio Verlag), in dem ein amerikanischer klinischer Psychologe und Professor für Psychologie auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse beschreibt, wie Depressionen, Krankheiten wie Alzheimer etc. gelindert und sogar gestoppt werden können und jeder Mensch in jedem Alter die Chance hat, ein selbstständiges, erfülltes und bewusstes Leben zu führen.

Heute durfte ich Brant Cortright, Ph.D. auf einem Event der Entrepreneurs‘ Organization persönlich kennenlernen. Der Vortrag war aus meiner Sicht bahnbrechend und überzeugend. Besonders beeindruckend war für mich, dass er auch spirituelle Aspekte in seine wissenschaftliche Arbeit mit einbezogen hat und dass die „Methode“ im Prinzip von jedem Menschen ohne finanziellen und organisatorischen Mehraufwand angewandt werden kann.

Was mich wundert: wenn es tatsächlich eine Hilfe gibt, warum steht es nicht in der Presse, warum ist das Buch nicht bekannter, warum wenden Therapeuten diese Erkenntnisse nicht an?

Kann es sein, dass die meisten Therapeuten kein Interesse an Weiterbildung haben, dass es viel einfacher und vor allem lukrativer ist, einfach so weiterzumachen wie bisher und  Antidepressiva etc. zu verschreiben, die nachweislich nachhaltig nicht helfen, sondern maximal kurzfristig Besserung verspüren lassen und den Patienten über Jahre jede Woche zu sich zu bestellen, anstatt durch die Anleitung einer Methodik die Lebensqualität des Patienten wirklich verbessern zu können?

So schlimm es wäre, so realistisch ist das Szenario für mich. Mittlerweile kenne ich ziemlich viele Menschen, die psychische Probleme haben. Keinem von ihnen konnte bisher wirklich geholfen werden. Ganz im Gegenteil. In Deutschland wird die Zahl der Suchtkranken auf ca. 3,5 Millionen geschätzt, weltweit steigt die Zahl der Menschen mit Depressionen rasant an,  +18% in den letzten 10 Jahren. Durch die Klassifizierung der Symptome als „Krankheit“ (z.B. bei Depression, Burnout, Sucht), wurde jegliche Eigeninitiative der Betroffenen oft im Keim erstickt.

Offen bleibt, ob der Therapeut es nicht kann oder will oder ob die Patienten sich eine Verbesserung ihres Zustands zum Teil gar nicht wirklich wünschen.

Brant Cortright, EO Lighthouse Event
Brant Cortright, Ph.D., klinischer Psychologe und Professor für Psychologie

Ein Kommentar zu “Sind Depressionen, Süchte und Alzheimer heilbar?

  1. Ich stimme Deinem letzten Satz voll zu. Therapeuten bringen leider häufig weder Mindset noch Tools mit, um die Menschen in ihre Kraft und vor allem Selbstverantwortung zu bringen. Auch sehe ich eine große Angst in deren Reihen davor, sich wirklich dem Kern der Menschen, der Emotion, zu widmen, sozusagen das große Fass aufzumachen. Therapie verkommt so zu Reden über Oberflächlichkeiten und Befindlichkeiten. Das bringt nix. Wichtig ist wahre innere Arbeit. Die „Betroffenen“ – schreckliches Wort – stecken oft in der Opferrolle. Das wird einem leichter gemacht als für sich einzustehen. Aber es gibt den anderen Weg. Mehr Leute sollten davon Kenntnis erlangen. Dann ist jeder für sich aufgerufen, sich zu entscheiden.

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